Aufwändige Pferderettung in Brühl

Im Naturschutzgebiet Kottenforst-Ville retteten die Feuerwehren aus Köln und Brühl am Samstag, 3. Mai 2014, ein Pferd aus einem Bach. Die 39-jährige Reiterin war zuvor mit dem Pferd auf einem Ausritt gestürzt. Bei dem Sturz erlitt die Reiterin eine leichte Schulterverletzung. Sie wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Bilder: Feuerwehr Brühl

 

Da die Reiterin selbst kein Mobiltelefon dabei hatte, musste sie zunächst im Wald nach Hilfe suchen. Glücklicherweise traf die Frau auf eine Laufgruppe des Ski-Clubs Brühl. Die zwölf Damen alarmierten die Feuerwehr, kümmerten sich um Reiterin und Pferd und lotsten außerdem die Rettungskräfte durch den Wald bis zur Unfallstelle. Das Pferd, eine 28-jährige Stute namens Davina, lag mit den Hinterbeinen in einem Bachlauf und konnte ohne Hilfe nicht aufstehen. Ihr Zustand verschlechterte sich zusehends.

Die Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache und des ehrenamtlichen Löschzugs der Feuerwehr Brühl erkannten schnell, dass sie mit ihren eigenen Mitteln der Stute nicht würden helfen können. Von der Feuerwehr Köln forderten sie deshalb einen Rüstzug an, der über ein spezielles Pferdehebegeschirr verfügt. Zusätzlich baten sie einen Landwirt aus Brühl um Hilfe. Der Gemüsebauer Christian Boley hat der Feuerwehr schon häufiger geholfen. Auch dieses Mal stellte er sofort seinen Traktor zur Verfügung. Außerdem informierte die Kreisleitstelle den Pferdebesitzer und einen Tierarzt. Auch diese machten sich auf den Weg zur Unfallstelle. Dr. Wolfgang Göbel erkannte sofort: „Auch ein junges Pferd würde aus dieser Position nicht selbst aufstehen können. Ihr Kreislauf ist außerdem nicht mehr stabil. Wir müssen uns beeilen!“ Nachdem er mit Medikamenten das Pferd ruhig gestellt hatte, begannen die Einsatzkräfte mit der Rettung. Das Hebegeschirr legten sie vorsichtig um den Körper des Tiers und befestigten es an der Hebevorrichtung des Traktors. Nun konnten sie Davina schonend aus dem Loch heben und auf dem Waldboden ablegen. Währenddessen kontrollierte der Tierarzt die Beine des Tiers. Sie waren glücklicherweise nicht gebrochen. Anschließend behandelte der Tierarzt das Pferd weiter. Nach einer Ruhepause und ordentlichem Zuspruch gelang es Davina von allein aufzustehen. Zu Beginn stand sie noch etwas wackelig auf allen vier Beinen, wurde jedoch zusehends sicherer.

Die Einsatzleitung hatte Brandinspektor Jens Müller.

   

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